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Neue und bewährte Wohnfornen

Ein Leben, das zu Ihnen passt

Fotobeschreibung: Eine aus drei Generationen bestehende Familie sitzt an einem großen gedeckten Gartentisch. Im Vordergrund steht eine junge Frau mit einem kleinen Jungen auf dem Arm.
Fotobeschreibung: Nahaufnahme einer jungen Frau, die an einem Gartentisch sitzend einer Seniorin ein Glas Apfelsaft einschüttet. Der Tisch vor ihnen ist reich gedeckt.

Es gibt viele Gründe, seine Art zu leben im Alter noch einmal zu überdenken, sei es, weil man es möchte oder vielleicht auch weil man es muss. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus, der Haushalt stellt einen vor wachsende Herausforderungen oder man ist es einfach nur leid, der Zukunft alleine entgegen zu blicken.

Egal welchen Grund es geben mag, die Möglichkeiten wie Sie Ihr Leben in Zukunft gestalten können, haben in den letzten Jahren merklich zugenommen und sie tun es auch weiterhin. Damit Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten verschaffen können, stellen wir Ihnen hier verschiedene Wohnformen etwas näher zu.

 

Zusammen leben, einander helfen

Leben im Mehrgenerationenhaus

An dieser Stelle zunächst ein Hinweis: Der Begriff Mehrgenerationenhaus wird umgangssprachlich für zwei verschiedene Konzepte verwendet. Offiziell bezeichnet er Begegnungsstätten, in denen es soziale, sportliche und kulturelle Angebote für alle Generationen gibt. Hier liegt der Fokus auf der gemeinsamen Freizeitgestaltung und nicht auf dem gemeinsamen wohnen.

Im Gegensatz dazu bezeichnen sich jedoch auch viele Wohnprojekte, die sich gezielt unterschiedliche Generationen richtet als Mehrgenerationenhäuser. In diesem Fall liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Alltags- und Wohngestaltung und ist daher für unsere Kategorie „Neue und bewährte Wohnformen“ vo besonderem Interesse.

Das Leben in einem familiären Mehrgenerationenhaushalt stellt wohl die ursprünglichste Art eines altersgerechtem Lebens in unserer Region dar. Doch während es früher gängige Praxis war, mit seiner Familie über mehrere Generationen zusammen oder zumindest in unmittelbarer Nähe zueinander zu leben, stellen solche familiären Wohnmodelle nur noch Ausnahmen dar.

Und genau hier setzt das Konzept der Mehrgenerationenhäuser an. Es handelt sich hierbei und teils private, teils staatliche geförderte Wohnprojekte, die dort einspringen, wo generationsübergreifende Hilfe auf Grund der starken Vereinzelung der Familienmitglieder heutzutage nicht mehr greifen kann.

Dabei bietet das Mehrgenerationenhaus nicht nur Vorteile für Senioren, wie z.B. Hilfe im Alltag und eine einfache Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, sondern auch jüngeren Bewohnern, wie z.B. Familien und der Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und anderen lokalen Partnern können darüber hinaus individuell an die Bewohner des Hauses angepasste Unterstützungsangebote entwickelt und umgesetzt werden.

Fotobeschreibung: Ein Großvater gießt zusammen mit seinem Enkelkind Blumen im Garten. Es ist Sommer und die beiden tragen Jeans und T-Shirts.

Wer mehr über die Möglichkeiten eines Mehrgenerationenhauses erfahren möchte, kann sich hierfür an die jeweiligen Wohnberatungstellen des Kreises Euskirchen sowie der Städteregion Aachen wenden.

Gemeinsam statt einsam

Senioren WG

Der Reiz einer Senioren-WG unterscheidet sich im Grunde kaum von dem, den Wohngemeinschaften auch schon während der Jugend, im Studium oder während der Ausbildung für viele Menschen hatten. Es geht darum, in Gesellschaft zu leben, sich die anfallenden Arbeiten im Haushalt zu teilen und gleichzeitig vielleicht sogar etwas Geld zu sparen.

Welcher dieser positiven Aspekte im Vordergrund steht, hängt von der individuellen Situation ab. Von besonderer Bedeutung ist jedoch oft das neue gesellschaftliche Leben, welches sich aus diesem Konzept ergibt. Gerade wenn die Kinder schon aus dem Haus sind, kann einem die Wohnung oder das Haus auf einmal sehr groß und leer vorkommen.

Der Zusammenschluss mit alten Freunden oder auch neuen Bekannten kann hier frischen Wind ins Leben und in die Wohnsituation bringen. Wichtig sind hierbei jedoch neben der passenden Chemie zwischen den WG-Partnern vor allem auch geklärte Verhältnisse in Bezug auf deren Selbstständigkeit.

Gibt es körperliche oder psychische Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen? Können sich alle Partner selbstständig versorgen? Und was ist, wenn sich die Gesundheit mit den Jahren verschlechtert?

Fotobeschreibung: Zwei Männer und zwei Frauen mittleren Alters sitzen zusammen im Garten, unterhalten sich und trinken Kaffee.

Solche Probleme müssen kein Aus für die Wohngemeinschaft darstellen, aber es ist wichtig, solche Herausforderungen von Anfang an zu berücksichtigen und gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln. Dann steht einem gemeinsamen Leben nichts mehr im Wege.

Wer Interesse an einer solchen Wohngemeinschaft hat, kann neben seinem Freundeskreis auch im Internet nach Gleichgesinnten suchen. Nutzen Sie hierfür gerne unsere Pinnwand oder eine der vielen Internetportale, die man unter den Suchbegriffen „Senioren WG“ „Senioren WG sucht Mitbewohner“ oder auch „Senioren WG Eifel“ findet.

 

Zusammen leben, einander helfen

Wohnen gegen Hilfe

„Wohnen gegen Hilfe“ oder auch „Wohnen gegen Hand“ genannt, ist eine von vielen innovativen Antworten auf zwei ganz unterschiedliche Probleme auf unserem Wohnungsmarkt.

Dieses Konzept bringt junge und Menschen mittleren Alters, die sich nur schwer eine eigene Wohnung leisten können, mit jenen zusammen, die zwar ein geräumiges Zuhause haben, sich aber nicht mehr gut darum kümmern können.

Das Prinzip ist einfach: Wer über mehr Wohnraum verfügt, als er selber benötigt, vermietet ein oder auch mehrere Zimmer zu einer sehr geringen Miete oder in manchen Fällen auch komplett ohne anfallende Miete. Im Gegenzug verpflichtet sich der oder die neue MitbewohnerIn dazu, bestimmte vorher abgesprochene Dienstleistungen zu übernehmen. Diese können vom Einkaufen, über Hausarbeit, Gartenarbeit, einem Fahrservice, Hunderunden bishin zu handwerklichen Arbeiten reichen. Es gilt: Alles ist möglich.

Wichtig ist hierbei, wie in jeder Wohngemeinschaft, dass die Chemie stimmt. Es ist daher ratsam, sich genügend Zeit zu nehmen, den oder die potenzielle/n WohnpartnerIn erst einmal in Ruhe kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung zueinander aufzubauen.

In Zeiten steigender  Mietpreise und gleichzeitig starker Vereinzelung im Alter erfreut sich das Konzept in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit.


Fotobeschreibung: Eine junge Frau hilft einer Seniorin aus dem Auto.

Wer sich auf die Suche nach einem oder einer geeigneten MitbewohnerIn machen möchte, kann dies am einfachsten über die zahlreichen Internetportale machen, die man unter den Suchbegriffen „Wohnen gegen Hand“ und „Wohnen gegen Hilfe“ findet.

Neue Einblicke

Reportagen über Wohnformen

Die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt werden auch in den deutschen Medien immer sichtbarer. Wir möchten Sie daher an dieser Stelle auf einige Reportagen zu verschiedenen Aspekten rund um neue und relevante Wohnformen aufmerksam machen.

Mehrere Generationen unter einem Dach

Die SWR Reportage „Altersgerechte Wohnformen“ besucht eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft. Vier Generationenleben hier unter einem Dach. Und das, mit Erfolg.

Eine ganz besondere Senioren-WG

Die SWR Reportage „Leben im Alter: Senioren-WG auf dem Bauernhof“ gewährt einen Einblick, in eine ganz besondere WG und inspiriert zu eigenen Projekten.

Wohnen gegen Hilfe

In dieser Reportage stellt der Bayrische Rundfunk das Konzept des Wohnens gegen Hilfe vor und besucht eine Studentin, die sich ihr Zimmer durch tatkräftige Unterstützung im Alltag verdient.

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